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  PREMIERE: Glanz und Elend einer Legende – das Solbad Wittekind in Halle
Deutschland 2009
100 Minuten
Regie Eberhard Teichgräber
 
Betuchte Badegäste aus aller Welt, aus allen Regionen des wilhelminischen Deutschen Reichs, aus Rußland, Rumänien und Österreich, sogar aus Brasilien und Australien. Vorbild für Bad Elster und Vorbild für Bad Nauheim. Das war das Solbad Wittekind bei Halle im 19. Jahrhundert. Friedrich August Stüler, preußischer Architekt von europäischem Rang, schuf die umfangreichen Badeanlagen, einschließlich des Gesellschaftshauses. Im 20. Jahrhundert wirkten im Solbad bildende Künstler, wie Paul Thiersch, Gustav Weidanz, Karl Müller und Karl Völker, Namen, die in die deutsche Kunstgeschichte eingegangen sind. Im Wittekind dirigierte Paul Linke, sang Herbert Ernst Groh, musizierten Kurt Henkels und das Staatliche Sinfonieorchester Halle. Ein Ort anspruchsvoller Kultur und Unterhaltung, ein Ort von überregionaler Ausstrahlung. Der Film erzählt die bewegte und bewegende Geschichte des Solbads, er dokumentiert die Bemühungen der Solbad Wittekind gGmbH nach der politischen Wende 1989 um den Aufbau und die Restaurierung der verfallenen Anlagen. Allerdings: Die überraschende Insolvenz der gGmbH führte zum Aus der Bauarbeiten. Das historische Kleinod dämmert dahin. Was geschieht nach der Insolvenz?
Am 14. März in Anwesenheit des Filmteams.
 
KINO AM ZOO
18.00 Uhr   14. 15.